
In direkter Nähe des TARTLER-Stammwerks in Michelstadt entstehen derzeit zwei neue Hallen für ZT Odenwald, in denen bald mehrere neue Dreh-Fräszentren und hochautomatisierte, KI-gestützte Produktionslinien zur Serienfertigung hochgenauer Metallbauteile installiert werden.
„Der indische Markt zeigt aktuell wachsendes Interesse an unseren Standardmaschinen, und insbesondere nach der ISO 9001-Zertifizierung verspürt unsere Unternehmenstochter ZT Odenwald eine steigende Nachfrage nach Präzisionsbauteilen von Kunden aus der EU. Diese Wachstumsimpulse lassen uns handeln“, sagt Udo Tartler, geschäftsführender Inhaber der TARTLER Group. Konkret bedeutet das: In unmittelbarer Nähe des Stammwerks in Michelstadt werden derzeit zwei neue Hallen mit je 460 Quadratmeter Nutzfläche für ZT Odenwald aus dem Boden gestampft, in denen Mitte 2026 mehrere neue Dreh-Fräszentren und hochautomatisierte, KI-gestützte Produktionslinien zur Serienfertigung hochgenauer Metallbauteile installiert werden. Das Investitionsvolumen liegt hier bei etwa 3,5 Millionen Euro. Bereits vollzogen ist der Umzug von TARTLER India von Vadodara in größere Gebäude in Ahmedabad. Von dort aus wird man die regionalen Märkte künftig mit einsatzfertig montierten Standardmaschinen für die Kunstharz-Verarbeitung versorgen. „Wie die bisherigen Erfahrungen gezeigt haben, führen unsere Aktivitäten im indopazifischen Raum unmittelbar auch zu Auslastungs- und Wachstumseffekten für die Stammgesellschaft und die anderen Unternehmen der Gruppe“, erläutert Udo Tartler.

Zu den Stärken von TARTLER zählt die Entwicklung und Fertigung innovativer Mischköpfe für die Kunstharz-Verarbeitung. Im Bild ein LC 7/3 Rev.02 mit selbstschneidendem Mischeranschluss.
Fertigungsexzellenz in der Zerspanungstechnik
ZT Odenwald hat sich insbesondere mit der Realisierung komplexer Bauteile, die hohen Ansprüchen an die geometrische Genauigkeit erfüllen müssen, einen Namen gemacht. Vor elf Jahren als weiteres Mitglied der TARTLER Group an den Start gegangen, konnte sich das Unternehmen rasch als Spezialist für hochpräzise Zerspanungsteile etablieren. Seitdem gewinnt es zunehmend an Attraktivität für die Baugruppen- und Systemhersteller in Hydraulik, Lebensmitteltechnik, Luftfahrtindustrie und anderen Branchen. In 2023 erfolgte die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 und dieses Jahr werden mehrere neue Drehmaschinen, ein neues Dreh-Fräszentrum mit angebundener Automation sowie ein hochpräzises Messsystem zur hauptzeitparallelen, mikrometergenauen Voreinstellung von Werkzeugen in Betrieb genommen. Aktuell deckt das Portfolio von ZT Odenwald die Konstruktion und Fertigung von Prototypen, Vorserien und Serienteilen aus allen gängigen Metallen ab. Der Fokus liegt bislang auf Einzelstücken sowie kleinen und mittleren Losgrößen. Für viele Kunden im europäischen Maschinen-, Anlagen- und Apparatebau übernimmt man zudem die Laserkennzeichnung. “In den neuen Hallen und mit den neuen, hochautomatisierten Fertigungslinien wird das Unternehmen zukünftig auch Großserien realisieren können”, berichtet Udo Tartler.

Am neuen Standort von TARTLER India in Ahmedabad beginnen die Mitarbeiter derzeit mit der Endmontage der ersten Dosier- und Mischmaschinen für die Kunststoffverarbeitung.
Standardlösungen für Indien
Um näher an seine in Indien ansässigen Kunden im Automobilbau, in der Elektrotechnik, im Werkzeugbau und in der Windkrafttechnik heranzurücken, ist TARTLER mit seinen Dosier-, Misch- und Entgasungsanlagen für die Kunstharz-Verarbeitung schon seit 2022 mit Standorten in Vadodara (Bundesstaat Gujarat) und Chennai (Golf von Bengalen) präsent. Basierend auf den schon seit vielen Jahren bestehenden Kundenkontakten widmete sich TARTLER India zunächst dem Vertrieb, dem Service und der Anlagenkonfiguration. Mit dem kürzlich vollzogenen Umzug in größere Gebäude im Industriegebiet von Ahmedabad geht nun auch der Aufbau von Kapazitäten für die Endmontage von Standardmaschinen einher. „Wir werden unsere wachsende Kundschaft im indopazifischen Raum also schon bald mit Dosier- und Mischanlagen unserer Baureihen Nodopur und Nodopox sowie den ersten Entgasungs- und Abfüllstationen vom Typ TAVA F beliefern. Die gesamte Entwicklung sowie die Komponenten- und Teilefertigung bleiben allerdings in Deutschland“, sagt Udo Tartler.