Der Abschied vom manuellen Clay-Handling

Die neue Clay-Applikationsmaschine der TARTLER GROUP revolutioniert den Modellbau

Der Abschied vom manuellen Clay-Handling

Die neue Clay-Applikationsmaschine der TARTLER GROUP revolutioniert den Modellbau

Im Designmodellbau findet derzeit ein grundlegender Paradigmenwechsel statt: Wo über hundert Jahre lang handwerkliches Geschick und Augenmaß den Ton angaben, werden bald weitgehend automatisierte Anlagen die Konditionierung und Verarbeitung von Clay (Plastilin) übernehmen. Als Technologieführer auf diesem Gebiet erweist sich nun die TARTLER GROUP, die nach zweijähriger Entwicklungszeit eine der ersten Systemlösungen für die maschinelle Dosierung und -Aufbringung von Clay vorstellt: Die Clay Application Machine CAMA 01. Sie ermöglicht Automobil- und Industriedesignern den Einstieg in das halb- oder vollautomatische Clay-Styling. Ausgeliefert wird die Anlage von der Unternehmenstochter SOMATA.

Michelstadt, Februar 2020. – Seit ihrer Erfindung Ende des 19. Jahrhunderts setzen Modellbauer, Architekten und Künstler die per Hand knetbare Wachsmasse Plastilin zur manuellen Formgebung ein. Schon viele Jahre kommt dieser gemeinhin als Clay (engl. Lehm, Ton) bezeichnete Werkstoff in großen Mengen auch in der Industrie – vorrangig im Automobilbau – zum Einsatz. Hier wurde er bis dato per Hand und mit einfachen Werkzeugen (Spachteln etc.) aufgebracht und mit viel Fingerspitzengefühl modelliert. Gerade bei größeren Designobjekten im 1:1-Maßstab nimmt die thermische Konditionierung und das manuelle Auftragen der Grundmasse allerdings viel Personal und Zeit in Anspruch. Das Erwärmen von etwa 2,0 Tonnen Clay in Form von Stangen und Brammen, die Entnahme des Materials aus dem Ofen und seine grobe Applikation auf einen Unterbau beanspruchen meist mehrere Manntage. „Diese mühsame, aufwendige Handarbeit hat nun ein Ende“, sagt Udo Tartler, der Geschäftsführer der TARTLER GROUP, und führt aus: „Mit unserer neuen Clay Application Machine CAMA 01 bieten wir Modellbauern und Industriedesignern ein innovatives Komplettsystem für das schnelle und prozesssichere Auftragen von Formenbau-Plastiline. Damit können sie ihr Clay-Styling und ihre Clay-Bepastung weitgehend halb- oder sogar vollautomatisieren.“

Enorme Zeitersparnis

Bei der neuen Clay-Applikationsmaschine der TARTLER GROUP handelt es sich um eine schlank bauende Systemlösung, bestehend aus einer manuellen oder automatischen Zuführung, einer temperierten Pumpeneinheit und einer Dosierleitung mit Applikationsdüse. Bedient wird die Anlage über eine Steuerung mit Touchscreen. Der Clay-Austrag erfolgt sehr gleichmäßig, mit konstanter Materialtemperatur und in der Standardausführung der CAMA 01 mit einem Ausstoß von bis zu 1,2 kg/min. Zur Optimierung der Applikation lassen sich verschiedene Düsen einsetzen und die Ausstoßmenge kann individuell geregelt werden. Alle wichtigen Parameter des Applikationsprozesses werden protokolliert. Im Vergleich mit den bisher üblichen Methoden des Clay-Modeling spart der Anwender mit der neuen CAMA 01 enorm viel Zeit und macht den ganzen Auftragsprozess zu einer sehr kontrollierten und sauberen Angelegenheit. Darüber hinaus kündigt Udo Tartler bereits die Markteinführung der nächstgrößeren Schwestermaschine CAMA 02 an, deren Entwicklung kurz vor dem Abschluss steht: „Mit einem Ausstoß von über 3,0 kg/min erschließen wir unseren Kunden damit noch mehr Optimierungspotenzial“, sagt der Firmenchef.

Vollautomatisierung ist möglich

Was die TARTLER GROUP und ihr Tochterunternehmen SOMATA den Modellbauern und Designern mit der neuen Clay-Applikationsmaschine bietet, ist das innovative Ergebnis eines knapp zweijährigen Entwicklungsprojekts, in das das gesamte fluidtechnische Knowhow des Anlagenbauers aus der Herstellung von automatisierten Kunstharz-Dosier- und Mischanlagen mit eingeflossen ist. Auf der Basis dieser über viele Jahrzehnte gewachsenen Engineering-Erfahrungen hat man sich bei der SOMATA zudem dafür entschieden, die CAMA 01 in der Basisausführung als halbautomatisches und sehr einfach bedienbares System bereitzustellen, dass sich auch an Handlingvorrichtungen und Roboter anbinden lässt. Der Anwender kann also in Zukunft mit einer Anlage sowohl eine manuelle als auch die vollautomatische Clay-Applikation durchführen. „Die Schnittstellen dafür sind bereits vorgesehen und eine automatisierte Nachfülleinheit ist bereits in Vorbereitung“, betont Udo Tartler.

Mit dieser Auslegung dürfte es die neue Clay Application Machine der TARTLER GROUP vielen Industriedesignern und Modellbauern leicht machen, sich von der händischen Clay-Bepastung zu verabschieden. Einen ersten Eindruck von der Arbeit mit der CAMA 01 vermittelt ein aktuell freigeschaltetes Video auf der Website der TARTLER GROUP.

Zurück